15 May
2007
15 May
'07
11:40 p.m.
hallo leute, sorry, dass ich da erst jetzt was dazu sag: ich geb dem martin recht! tibor z. zeichnet sich als theoretiker dadurch aus, dass er veranstaltungsräume leert statt füllt (weiss ich vom reitter karli, der's selber gesehen hat). aber er ist das beste, was die kominform aufzubieten hat und sein schmäh ist schon seit jahren das recycling abgelegter alter hüte nach dem motto "aus alt mach alt". die decken halt das segment "sture stalino-pensionistInnen im good-bye-lenin-endlosfilmstyle" ab. retrosimulationen im cyberspace! und roli: nicht alles was bleiwüste ist, ist auch gescheit. lg n > Hm, ich weiß net so recht. Stimmt schon, dass das ein neuer Blödsinn auf > der Kominform ist. Aber im Prinzip ist's außer althergebrachter > Phraseologie gar nix. > Jedenfalls kann ich in dem Text nichts erkennen, was mir außer: "A so a > Schas" noch was entlocken würde. > > Vielleicht ist aber auch genau das der richtige Weg wie damit umzugehen > wäre? Vielleicht dem Tibor Zenker mitteilen, dass wenn ihm etwas nicht > taugt, anstatt einer rund 12.000 Zeichen langen Bravade ein "A so a Schas" auch > reichen täte, um etwas unbegründeterweise als "Schas" zu titulieren? Dann > könnten wir nämlich so richtig toll auf Sandkistenniveau begeben, und > bräuchten, außer, "a so a schas" gar nix sagen. Was mir im Fall Tibor Z. eh > lieber wär... > > lg > > mar > > -------- Original-Nachricht -------- > Datum: Wed, 09 May 2007 14:42:58 +0200 > Von: "Kosmonaut" <baikonur@gmx.net> > An: god@mond.at > Betreff: [god] neuester blödsinn auf kominform > > > Liebe Leute, > > > > T. Zenker zeigt wieder mal, wie man die Antideutschen falsch, nämlich > von > > einer (befreiungs-)nationalistischen Weise kritisiert. Er erkennt zwar, > > dass die Antideutschen den US-Imperialismus als "zivilisatorische" > Konkurrenz > > zum "barbarischen" deutschen Imperialismus betrachten und deshalb > > befürworten. Aber er selbst ist dem Imperialismus keineswegs abgeneigt, > wie er > > glauben machen möchte. Neben einer Verharmlosung des demokratischen > > Deutschimperialismus, der seit 45 im Fahrwasser der USA > geschäftsmäßig äußerst > > erfolgreich war, setzt er auf den (Befreiungs-)imperialismus der > > "unterdrückten Völker". Und diesen Schmarrn verkauft er und > seinesgleichen als > > Antiimperialismus. So weit, so altbekannt. Es scheint, als ob im Vorfeld > des > > 8.Mai zu praktischen Störmanövern gegen die Antideutschen gehetzt > werden > > soll. > > > > lg, Rol > > > > ----------- > > > > > > Tibor Zenker: Die "Antinationalen" - rechte Positionen in > > antifaschistischer Verkleidung > > > > 07.05.2007, 21:32 > > Beitrag von: Tibor > > Angezeigt: 88 > > > > Seit Beginn der 1990er Jahre haben einige ehemalige Linke in Deutschland > > und Österreich einen Sonderweg nach rechts beschritten. Sie bilden > jenes > > ideologische Konglomerat, das als "antinational" oder "antideutsch" > > bezeichnet wird. Was als angeblich "linksradikal" und "radikale Kritik" > daherkommt, > > ist in Wahrheit ein politisch im rechten Raum anzusiedelndes, elitäres > > Wirrnis. Es basiert ebenso auf einer gewissen Orientierungslosigkeit wie > auf > > dem schlechten Gewissen radikalisierter BürgerInnen- und > > KleinbürgerInnenkinder nach Wegfall des antifaschistischen Teiles von > Deutschland. > > > > > > Wohl wurde hier mit dem absehbaren Erstarken des deutschen Imperialismus > > ein gravierendes Problem erkannt, doch wird versucht, es mit dem > Beelzebub > > auszutreiben: nämlich mit der Bejahung eines anderweitigen > Imperialismus, > > eines Konkurrenzimperialismus, namentlich des Imperialismus der USA. > > Diese angeblichen "Linken" orientieren sich nicht mehr am > > gesellschaftlichen, sozialen Antagonismus, an der Eigentumsfrage, > sondern wollen geradezu > > die Linke vom Antikapitalismus befreien. Sie "befreien" die als > > ArbeiterInnenbewegung verstandene Linke auch von ihrem historischen > Subjekt: Als > > zentrales Element besteht in der "antinationalen" Ideologie eine gewisse > Urangst > > des pseudo-intellektuellen elfenbeinernen Narrenturms vor der Masse - > > nämlich jener des Proletariats und der Mehrheit der Weltbevölkerung in > den > > abhängigen und unterdrückten Ländern. Diese sind, wie Marxismus und > > Klassenkampf lehren, revolutionäre Subjekte in Bezug auf die > Überwindung des > > gegenwärtigen Monopolkapitalismus (Imperialismus) und seiner > > Gesellschaftsformation. > > > > Die "Antinationalen" misstrauen diesen Massen, sprechen ihnen > > revolutionäre, progressive Einsichten ab, schreiben ihnen Dumpfheit und > - in der Regel > > gerade die eigenen - Vorurteile zu. Sie verachten und bekämpfen diese > > entrechteten Massen. Folgerichtig unterstützt die "antinationale" > Ideologie > > das vorherrschende globale System, d.h. die Teilung in imperialistische > > Herrschaftszentren und abhängige Peripherie. Mehr noch: sie > unterstützt dabei > > notwendigerweise die imperialistische Zentralmacht USA. Zwar ist > > natürlich richtig, dass diese der Gegenpart des deutschen Imperialismus > im Kampf um > > die globale Hegemonie sind, doch sind sie als gegenwärtige > > Hegemonialmacht tatsächlich zur Zeit selbst die größte Gefahr für > den Weltfrieden und > > die Hauptursache für das Elend der Menschen in den abhängigen > Ländern. > > Der deutsche Imperialismus der Gegenwart ist daneben (noch) ein > harmloser > > Säugling. Doch dem weiteren Aufkommen des deutschen Imperialismus ist > nicht > > mit dem antideutschen Pro-Amerikanismus beizukommen, sondern > > ausschließlich mit internationalistischem Antiimperialismus. Wer aber > auf den > > Konkurrenzimperialismus als "Lösung" setzt, orientiert bloß auf den > nächsten > > Weltkrieg. > > > > Gegenüber dem Marxismus entbehrt die antinationale Ideologie vor diesem > > Hintergrund jeder historisch-materialistischen Grundlage, sie führt > > stattdessen neue "Bezugspunkte" ein. Ein zentraler Bezugspunkt ist an > der > > faschistischen Form des deutschen Imperialismus und am Holocaust > festgemacht. > > Fraglos steht der deutsche Faschismus für das verbrecherischste > Terrorregime, > > das es bislang auf diesem Planeten gab, ebenso fraglos ist das > gewaltigste > > Verbrechen dieses deutschen Faschismus der systematische industrielle > > Massenmord an Millionen Menschen. Daher wird nun freilich keinE > MarxistIn etwas > > anderes behaupten, als dass jeder neuen Aggression des deutschen > > Imperialismus und ebenso jedem Antisemitismus überall und immer sofort > > entgegengetreten werden muss; als zentrale oder sogar alleinige > Bezugspunkte eines linken > > Theoriesystems taugen der deutsche Faschismus und der Holocaust jedoch > > nicht. Diese beiden Hauptanliegen der "antinationalen" Ideologie sind > > ahistorisch, idealistisch aufgeladen und klassenindifferent angewandt - > oder > > bestenfalls so weit klassenspezifisch, als sie grundsätzlich den > Imperialismus > > verewigen helfen, ob gewollt oder nicht. > > > > Realistisch gesehen ist die "antinationale" Ideologie ein bloß > gewendeter > > Deutschnationalismus - ohne Deutschtum kein Antideutschtum und gerade in > > Österreich ist nichts in gründlicherer Weise deutsch als die hiesige > > Sektion der "Antinationalen". Ihre Bezugspunkte sind letztlich erstrecht > > nationalistischer Natur, insbesondere bezüglich einer völlig > undifferenzierten > > Betrachtung der USA und Israels sowie einer zutiefst nationalistischen, > > chauvinistischen bis rassistischen Feindschaft gegenüber jedem > Widerstand > > gegen die Auswüchse des Imperialismus. Somit ist die "antinationale" > Ideologie > > ein negativ definierter, aber real positiver Nationalismus - und mit den > > USA wird ausgerechnet der aggressivste, kriegerischste und > verbrecherischste > > aller gegenwärtig existierenden Nationalstaaten zum positiven > Bezugspunkt > > gemacht; auch der zumeist allzu blinde positive Bezug auf die > israelische > > Staatsmacht ist angesichts der Okkupationspolitik und ihrer brutalen > > Methoden in den palästinensischen Gebieten mehr als fragwürdig: damit > erweist > > man der israelischen politischen Rechten und dem Militarismus wohl einen > > guten, hingegen dem israelischen Staat an sich, Friedensperspektiven und > nicht > > zuletzt den in Israel lebenden Menschen einen schlechten Dienst. > > > > Den USA (und Israel als Regionalmacht) werden von den "Antinationalen" > > historisch-messianische Sendungen zugestanden, wie sie sich der > Faschismus oft > > angemaßt hat. Ebenso wie in der Propaganda des deutschen Faschismus > (nun > > um 180 Grad gewendet) erhält die "antinationale" Propaganda mittels > ihrer > > Verschwörungstheorien eine einzige Kategorie von Feinden, von denen sie > > umgeben ist: AntisemitInnen - oder gleich FaschistInnen; und wer solche > sind, > > entscheidet freilich die "antinationale" Inquisition in bekannt > > autoritärer Willkür. Ebenso wie für den Faschismus wird unter solchen > > Voraussetzungen auch jedes Mittel legitim. Menschen- und > BürgerInnenrechte, das > > Völkerrecht und die UN-Charta, demokratische Grundprinzipien sowie > > Gleichbehandlungsgrundsätze werden abgeschafft; stattdessen zählt > wieder das Recht des > > Stärkeren, der kraft seiner angeblichen kulturell-moralischen > > Überlegenheit zur Herrschaft über die Schwächeren berufen, ja > verpflichtet ist. In > > "antinationalen" Medien wird schon mal offen die Bombardierung > "islamischer > > Zentren" und damit der Zivilbevölkerung (!) verlangt, um sie - so wird > > suggeriert - aus dem Mittelalter herauszubomben... - Man fordert also > offen > > militärische Aggressionen der imperialistischen Mächte gegen Länder > der > > "Dritten Welt". Zur Rechtfertigung dient in der Regel alles vom offenen > > Rassismus (insbesondere gegenüber AraberInnen und Menschen islamischen > > Glaubens), über kulturkämpferische Zivilisierungsideologien bis hin zu > > mechanistischen Fortschrittsphantasien. So propagiert die > "antinationale" Ideologie > > in Wirklichkeit einen antihumanistischen Rückfall in die dunkelste > > Barbarei. (Erwähnt sei aber, dass hier eine gewisse Bandbreite vorliegt > - > > natürlich gibt es auch "gemäßigte" Antinationale.) - Der gemeinsame > Nenner, der > > den "Antinationalen" und dem Faschismus zugrunde liegt, lautet eben: > > Imperialismus. > > > > Die "Antinationalen" sind Rechte mit einer pseudo-antifaschistischen > > Maskerade, die mehr als durchsichtig ist. Wer den Imperialismus nicht > bekämpft, > > braucht vom Faschismus nicht reden. Wer den Imperialismus de facto > > unterstützt, ist nicht nur zur antifaschistischen Tat unfähig, sondern > er > > fördert das neuerliche Erstarken des Faschismus geradezu. Dahinter > steht > > natürlich auch ein völlig absurdes "Verständnis" des Faschismus: Wenn > das Wesen > > des Faschismus der Holocaust sein soll, dann dient dies im Sinne einer > > Nicht-Fassbarkeit des Holocausts der Anti-Aufklärung - man leistet > abermals > > einen "Bärendienst" am Antifaschismus und am Kampf gegen den > > Antisemitismus. Wird so "argumentiert", dann hat der Faschismus freilich > mit dem > > Monopolkapital oder überhaupt mit dem Kapitalismus kaum noch was zu > tun. Und man > > landet erstrecht wieder bei nationalistischen Bezugspunkten: > > hauptverantwortlich für den Faschismus ist nicht mehr das > imperialistische Monopolkapital > > (natürlich nicht, denn die "Antinationalen“ sind ja > > pro-imperialistisch), sondern sind "die Deutschen", womit die > Konstruktion der > > "Volksgemeinschaft" der NS-Ideologie zur erneuten Anwendung, nun durch > die angeblich > > antifaschistischen "Antinationalen", gelangt. Auch hier bedürfte es > bloß einer > > gewissen Differenziertheit anstelle der dumpfen "antinationalen" > > Pauschalisierungen: Freilich muss es eine kollektive Verantwortung und > ein > > entsprechendes historisches Bewusstsein geben. Aber die "antinationalen" > > Verkürzungen ermöglichen es geradezu, dass sich die bestimmenden > > politisch-ökonomischen Interessensgruppen, die nun mal in einer > gegebenen Klassengesellschaft > > ein Handlungsprimat haben, dahinter oder darin verstecken können. > > > > Der blinde positive Bezug zu den USA unterstreicht den > > Pseudo-Antifaschismus der "Antinationalen": dass gerade die USA ein > höchst unsauberes > > Verhältnis zum Faschismus haben, zeigen z.B. die Unterstützungen der > > historischen faschistischen Staatsstreiche in Chile und Griechenland, > und nur durch > > die Hilfe der USA waren die faschistischen Diktaturen auf der iberischen > > Halbinsel derart langlebig. Dieses Verhältnis kann auch kaum anders > sein, > > höchstens aufgrund sehr spezifischer Interessenslagen in Einzelfall. > Denn der > > Imperialismus kann per se nicht antifaschistisch sein, ist der > Faschismus > > doch die äußerste Konsequenz des dem Imperialismus unweigerlich > > innewohnenden Drangs zu Antidemokratismus, Reaktion und Gewalt. - Für > den > > praktischen Antifaschismus sind die Positionen der "Antinationalen" > daher nicht nur > > wertlos, sondern hinderlich und gefährlich. > > > > Treten nun die diversen Ansätze der "antinationalen" Ideologie > zusammen, > > so ergibt sich eine zentrale Technik im pro-imperialistischen Kampf > gegen > > revolutionäre Bewegungen und Bestrebungen: beinahe jede > emanzipatorische > > Bewegung, jede ernsthafte Kapitalismuskritik, SozialistInnen ebenso wie > > KommunistInnen, Befreiungsbewegungen gegen imperialistische > > Unterdrückungsszenarien etc. müssen in die Nähe des Antisemitismus > gerückt werden, damit > > auf diese Weise revolutionäre Befreiungskämpfe in den Zentren wie in > der > > Peripherie moralisch delegitimiert werden können. Dass es hierbei in > der > > Regel mit der Wahrheit nicht gerade genau genommen wird, versteht sich > im > > Sinne einer konsequenten Imperialismusapologie von selbst. Entweder wird > sehr > > selektiv abstrahiert oder wiederum ein eigenes Vorurteil > > hineininterpretiert, das niemals vorhanden war - oder es wird einfach > unverschämt gelogen. > > Schlussendlich zimmert sich die "antinationale" Ideologie in ihrem Kampf > > gegen die revolutionären Bewegungen immer wieder bemerkenswert bizarre > > Verschwörungstheorien zusammen, die wohl Dan Brown vor Neid erblassen > ließen. > > Man bedient sich hierzu allzu banaler Gleichsetzungen, einer > manipulierenden > > "Hermeneutik" und geradezu infantiler Wortverdrehungen, die bar jeder > > Vernunft sind - von den fehlenden logischen Kausalzusammenhängen gar > nicht zu > > sprechen. > > > > Die "antinationale" Ideologie ist mit ihrer pro-imperialistischen > > Realität in ihren Nuancen zutiefst reaktionär, antiemanzipatorisch und > > gegebenenfalls konterrevolutionär; sie ist rassistisch, chauvinistisch > und > > militaristisch, mitunter sexistisch; sie ist eine in ihrer Ausrichtung > > antiproletarische und ihrem Charakter nach bürgerliche Ideologie im > Kampf gegen den > > Marxismus und Sozialismus, sie nützt offensichtlich ausschließlich den > > Interessen des Imperialismus. Das Eindringen dieser Ideologie in die > > Organisationen der ArbeiterInnenbewegung zu unterbinden, erscheint als > wichtige > > Aufgabe. Ihr grundsätzlich entgegenzutreten, ist eine vorrangige > Aufgabe für > > jede progressive Organisation, die sich zum Selbstbestimmungsrecht der > > Nationen, zum Recht der ausgebeuteten und unterdrückten Menschen auf > ein Leben > > in Freiheit und Würde sowie zum Kampf für die Gleichstellung der > > Geschlechter bekennt. - Auch gegenüber dem "antinationalen" Maskenball > gilt: Kein > > Fußbreit den Rechten, Reaktionären und Imperialisten! > > > > Quelle: http://www.kominform.at/article.php?story=20070507213232247 > > > > > > > > > > > > -- > > "Feel free" - 10 GB Mailbox, 100 FreeSMS/Monat ... > > Jetzt GMX TopMail testen: http://www.gmx.net/de/go/topmail > > _______________________________________________ > > god mailing list > > god@mond.at > > http://mond.at/cgi-bin/mailman/listinfo/god > > -- > "Feel free" - 10 GB Mailbox, 100 FreeSMS/Monat ... > Jetzt GMX TopMail testen: http://www.gmx.net/de/go/topmail > _______________________________________________ > god mailing list > god@mond.at > http://mond.at/cgi-bin/mailman/listinfo/god -- Psssst! 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